Yuukinaura aphoruroides

Orangener Springschwanz

Wer an Springschwänze denkt, hat meistens die winzigen, flink hüpfenden weißen Krabbler im Kopf. Y. aphoruroides ist da eine echte Ausnahme:
Dieser etwa 4 mm große Springschwanz aus Spanien hat nämlich keine Sprunggabel – und kann dementsprechend nicht springen. Das macht ihn besonders spannend für die Haltung und Beobachtung im Terrarium.

 

Herkunft & Verwechslungsgefahr

Leider wird Y. aphoruroides immer wieder fälschlich als Bilobella brauneri angeboten. Die beiden Arten sind aber in Haltung und Optik sehr unterschiedlich – und es gibt eine einfache Unterscheidungsmöglichkeit:

Y. aphoruroides:

fühlt sich bei 20–28 °C sehr wohl

B. brauneri:

stammt aus kühleren Gegenden

verträgt keine Temperaturen über 18 °C auf Dauer

besitzt je eine deutliche seitliche Öffnung am Kopf (unter dem Mikroskop sichtbar), die an kleine „Ohren“ erinnert

Wer also seine Tiere bei über 20 °C hält und sie dabei nicht sterben, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Yuukinaura aphoruroides vor sich.

 

Haltung

Substrat:
Wie alle Springschwänze bevorzugt auch diese Art ein lockeres, gut durchlüftetes Substrat, das nicht verdichtet. Optimal ist ein feuchtes, aber nicht nasses Milieu, mit einer Luftfeuchtigkeit von ca. 80 %.

Empfohlen wird z. B.:

spezielle Springschwanz-Erde

Laubhumus oder Waldsubstrat (leicht zersetzt)

Moos als Feuchtigkeitsregulator

 

Ernährung

Gefüttert wird klassisch mit:

Springschwanz-Futter (je nach Wunsch auch Farbfutter für intensivere Färbung)

zerdrückte Hefe

zersetzende Pflanzenteile

optional: zerdrücktes Futterinsektenpulver oder getrocknete Mikrowürmer als Zusatz

 

Behälter & Zucht

Je nach Größe der Kolonie werden die Tiere in 200 ml bis zu 5000 ml Dosen gehalten. Wichtig ist eine gute Belüftung, aber auch genügend Feuchtigkeit. Eine Sprühflasche mit feinem Nebel ist hier ideal.

Ein Tag-Nacht-Rhythmus (z. B. mit Zeitschaltuhr und LED) kann die Zucht zusätzlich anregen.

Fazit

Y. aphoruroides ist eine spannende, tropische Springschwanzart, die sich besonders gut für Beobachtung & Zuchtprojekte eignet – vor allem weil sie eben nicht wie andere Arten wegspringt.
Ideal auch für die Haltung in Kombination mit bodennah lebenden Wirbellosen oder als lebendiges Reinigungsteam im Feuchtterrarium.

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