Entkommene Heimchen und Grillen
Ärger vermeiden, Tiere schützen
Heimchen und Grillen sind beliebte und nahrhafte Futtertiere für viele Terrarienbewohner. Doch wenn sie nicht sofort gefressen werden oder aus dem Terrarium entkommen, können sie schnell zur echten Plage werden – und sogar gefährlich für die Tiere selbst.
Gerade bei Spinnen und Gottesanbeterinnen (Mantiden), die kurz vor der Häutung stehen, wird es kritisch: In dieser empfindlichen Phase kann selbst ein kleines Heimchen zur Gefahr werden. Statt gefressen zu werden, fressen sie dann selbst – nämlich die weichen, frisch gehäuteten Körper der Terrarientiere. Klingt wie ein schlechter Horrorfilm, ist aber leider Realität.
Sind die Grillen oder Heimchen einmal in der Wohnung unterwegs – vor allem adulte Männchen – beginnt nachts das unaufhörliche Zirpen. Das kann nicht nur einem selbst den Schlaf rauben, sondern auch schnell zu Ärger mit den Nachbarn führen.
Die Problematik mit Klebefallen
Zwar gibt es im Handel spezielle Klebefallen, doch diese sind im Terrarium selbst nicht einsetzbar – und auch außerhalb problematisch: Verfangen sich mehrere Tiere darin, sterben sie unnötig. Für viele Halter*innen ist das schade, da diese Tiere eigentlich als Futter wiederverwendet werden könnten.
Unsere Lösung: Lebendfallen mit Heimchendosen
Wir selbst verwenden seit Jahren eine einfache, aber effektive Methode zum lebend Einfangen:
Zweckentfremdete 2-Liter-Heimchendosen, Eisdosen oder ähnliche Behälter.
So funktioniert’s:
Die Wände sollten glatt sein, damit die Insekten nicht herausklettern können.
In den Deckel bohren wir ein etwa 2 cm großes Loch.
Damit die Tiere auch hineinkommen, tackern wir ein Stück Eierpappe, Küchenrolle oder ähnliches als „Leiter“ außen an das Loch.
Köder: Als Lockmittel nutzen wir etwas Futter und Feuchtigkeit. Ideal sind dünne Scheiben Gurke oder Zucchini, bei Bedarf auch intensiver riechende Früchte wie Banane.
Die Tiere kriechen so durch das Loch in den Behälter und bleiben dort – lebendig und unversehrt – bis zur weiteren Verwendung.



